Vier Rennen. Nach der Hälfte der Meisterschaft. Und: Es ist noch alles offen.

Die FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft geht weiter: Nach der Sommerpause geht es für das Alpine Endurance Team wieder über den Atlantik zum Lone Star Le Mans in Texas.

Austin läutet die zweite Saisonhälfte 2026 ein und bietet Alpine eine neue Gelegenheit, das in den letzten Rennen gezeigte Potenzial in Ergebnisse umzusetzen, um den Fortschritten der A424 gerecht werden.

Diese Fortschritte zeigten sich in São Paulo besonders deutlich. Zum ersten Mal auf der Interlagos hatten sich die beiden Alpine für die Hyperpole qualifiziert. Victor Martins arbeitete sich auf den dritten Startplatz vor – nur 0,067 Sekunden hinter der Pole –, Charles Milesi qualifizierte sich als Fünfter. Im Rennen zeigten beide Autos erneut, dass sie an der Spitze mithalten können. Allerdings verhinderten unterschiedliche Strategien und zwei Reifenschäden, dass sie ihr Tempo in ein Ergebnis umsetzen konnten, das ihrem Potenzial entsprochen hätte.

Das Hypercar-Feld ist so stark besetzt wie nie: Siebzehn für die Saison gemeldete Fahrzeuge stehen für acht Hersteller. Alpine misst sich damit mit sieben weiteren grossen internationalen Marken – und hat sich Schritt für Schritt als einer der Massstäbe über eine Runde etabliert.

So hat es in jedem Rennen der bisherigen Saison mindestens ein A424 in die Hyperpole geschafft. In Spa-Francorchamps fuhren die beiden Alpine im Qualifying die schnellste und die drittschnellste Zeit, ehe sie sich in der Hyperpole die zweite Startreihe teilten. In Le Mans setzte die Nr. 35 zuerst im Qualifying und dann in der Hyperpole 1 die Bestzeit. Am Schluss stand der dritte Standplatz.

Zusammen mit dem Renntempo belegen diese Leistungen, welche Fortschritte der A424 gemacht hat – und wie konkurrenzfähig das technische und sportliche Gesamtpaket von Alpine inzwischen ist.

Die Bilanz vor der Abreise nach Texas ist also klar: Die Leistung stimmt. Nun gilt es, diese auch umzusetzen.
Nur wenige Rennstrecken bieten so viel Abwechslung wie der Circuit of the Americas. Nach dem spektakulären Anstieg zur ersten Kurve folgt ein erster Sektor aus schnellen, fliessenden Kurven, in denen es auf den aerodynamischen Abtrieb ankommt. Auf den zwei folgenden Geraden zählen Höchstgeschwindigkeit und Bremsvermögen, ehe langsamere, technisch anspruchsvollere Passagen ein perfekt ausbalanciertes Auto verlangen. Auf 5,513 Kilometern und in zwanzig Kurven geht es genauso darum, den richtigen Kompromiss zu finden, wie darum, pure Leistung abzurufen.

Auf dem Papier dürfte diese Kombination die Vorteile der Alpine A424 besonders gut zur Geltung bringen. Die texanische Strecke ist für das französische Hypercar ohnehin schon ein wichtiger Massstab. Bei ihrem ersten Einsatz in Austin 2024 kam die A424 mit der Startnummer 35 auf Rang fünf und holte damit das erste Top-5-Ergebnis des Modells in der FIA-WEC. Die Nummer 36 überquerte die Ziellinie als Neunte – beide Fahrzeuge punkteten.

Charles Milesi teilt sich die Alpine A424 mit der Startnummer 35 mit dem Österreicher Ferdinand Habsburg und dem Portugiesen António Félix da Costa. Die Startnummer 36 geht dagegen an ein rein französisches Trio: Jules Gounon, Frédéric Makowiecki und Victor Martins.


Das Lone Star Le Mans beginnt am Sonntag, den 6. September, um 13:00 Uhr Ortszeit (20:00 Uhr MESZ).
Verfolgen Sie das Lone Star Le Mans direkt auf www.fiawec.com.

Philippe Sinault, Teamchef des Alpine Endurance Teams
«Wir haben in den letzten Rennen gezeigt, dass unser technisches und sportliches Gesamtpaket stimmt und dass wir ganz vorne mitfahren können. Mit noch vier Rennen vor uns sind die Chancen weiter da – jetzt geht es vor allem darum, dieses Potenzial in Ergebnisse umzumünzen.
Austin kennen wir gut, und die Charakteristik der Strecke ist unserem Auto schon oft entgegengekommen. Die hohen Temperaturen machen das Wochenende zu einer besonderen Herausforderung. Deshalb muss vom ersten Freien Training an jedes Detail sitzen. Unser Ziel ist klar: Wir wollen beide Autos in die Top 5 bringen und ein Ergebnis holen, das unserem wahren Leistungsniveau entspricht.»

Zeitangaben (MESZ)


Freitag, 4. September
18:30–20:00 Uhr: Freies Training 1
23:00–00:30 Uhr: Freies Training 2


Samstag, 5. September
18:00–19:00 Uhr: Freies Training 3
22:40–22:52 Uhr: Hypercar-Qualifikation
23:00–23:10 Uhr: Hyperpole Hypercar


Sonntag, 6. September
20:00–02:00 Uhr: Lone Star Le Mans