Nach dem vielversprechenden Ergebnis in Imola geht das Alpine Endurance Team mit einem klaren Ziel in das TotalEnergies 6-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps: bestätigen.

Das Rennen in Belgien, das seit der Gründung der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft im Jahr 2012 zum Kalender gehört, zählt sowohl bei den Teilnehmern als auch bei den Zuschauern zu den beliebtesten und mit Spannung erwarteten Rennen. Die Strecke, die oft als eine der schönsten der Welt bezeichnet wird, ist mit ihren Höhenunterschieden und technischen Kurven auch eine der anspruchsvollsten und erfordert daher ein feines Gespür für die Fahrzeugabstimmung und das Fahrverhalten. Die Herausforderung wird umso grösser, wenn unvorhersehbare und wechselhafte Wetterbedingungen ins Spiel kommen, doch das Alpine Endurance Team kann auf seine Erfahrung zurückgreifen, um zu versuchen, diese Tücken zu umgehen.

Seit seinem ersten Einsatz auf der belgischen Rennstrecke im Jahr 1958 hat Alpine dort mehrere wichtige Meilensteine seines aktuellen Langstreckenprogramms erreicht, darunter insbesondere die ersten Punkte in der FIA WEC für die A450b im Jahr 2015 und das erste LMP1-Podium der A480 im Jahr 2022. Vor kurzem erlebte die «Ardennen-Achterbahn», wie die Alpine A424 bereits in ihrer ersten Saison 2024 mit Charles Milesi die erste Hyperpole erreichte.

Ein Jahr später hatte der Prototyp der Marke mit dem pfeilförmigen A noch mehr erreicht: Der Wagen kämpfte zum ersten Mal um den Sieg und stand schliesslich mit Frédéric Makowiecki, Jules Gounon und Mick Schumacher vor fast 100’000 Zuschauern auf dem Podium.

Nach Imola haben die Franzosen hinter den Kulissen weiter daran gearbeitet, das volle Potenzial der A424 in ihrer Konfiguration für das Jahr 2026 auszuschöpfen. Das Alpine Endurance Team geht das Rennen jedoch mit Bescheidenheit an, zumal es um eine doppelte Herausforderung geht, da dieses Rennen gleichzeitig als letzte Generalprobe vor den 24 Stunden von Le Mans dient.

Wie immer werden das Team und seine Fahrer nach neuen Möglichkeiten suchen, sich in dem äusserst hart umkämpften Feld der Hypercar-Königsklasse weiter zu verbessern. António Félix da Costa, Charles Milesi und Ferdinand Habsburg, die alle drei bereits in Spa-Francorchamps gewonnen haben, werden alles daran setzen, ihre Erfolgsserie mit der Nr. 35 fortzusetzen, nachdem sie in Italien knapp das Podium verpasst haben. Im Auto mit der Nr. 36 wollen ihre Teamkollegen Frédéric Makowiecki, Jules Gounon und Victor Martins an ihr solides Tempo aus der Emilia-Romagna anknüpfen und gleichzeitig eine fehlerfreie Leistung abliefern, nachdem sie erkannt haben, wie wichtig jedes noch so kleine Detail ist – sowohl in operativer als auch in strategischer Hinsicht.
Die ersten Runden werden am Donnerstag mit zwei jeweils anderthalbstündigen Freien Trainings absolviert. Am Freitag findet vor dem Qualifying und der Hyperpole, die angesichts der langen Strecke in Belgien auf fünfzehn bzw. zwölf Minuten verlängert wurden, eine letzte einstündige Trainingseinheit statt. Der Startschuss für die fünfzehnte Ausgabe der TotalEnergies 6 Stunden von Spa-Francorchamps fällt am Samstag um 14:00 Uhr.

Axel Plasse, VP Alpine Tech
«In Imola hat sich das wahre Potenzial unseres Autos, unserer Fahrer und des Teams gezeigt. In Spa geht es nun darum, dieses Leistungsniveau auf einer zweiten Rennstrecke zu bestätigen. Ein Erfolg auf einer so anspruchsvollen Strecke wäre ein sehr positives Signal für den weiteren Saisonverlauf und würde es uns zudem ermöglichen, das Potenzial beider Autos dank der in Imola gewonnenen Erkenntnisse voll auszuschöpfen.»

Philippe Sinault, Teamchef des Alpine Endurance Teams
«Die TotalEnergies 6 Stunden von Spa-Francorchamps sind ein ganz besonderes Ereignis. Auch wenn es sich um ein eigenständiges Rennen handelt, richten wir unseren Blick bereits ein wenig auf Le Mans. Wir fahren dorthin, um die positiven Signale aus Imola zu bestätigen. Der Saisonstart hat uns gezeigt, dass die Arbeit, die wir diesen Winter geleistet haben, Früchte trägt, aber in Spa werden wir erst wirklich sehen, ob unser neues Gesamtpaket noch mehr Erwartungen erfüllt. Spa-Francorchamps ist eine besonders anspruchsvolle Rennstrecke, vor allem was die Reifen angeht, da sie schnelle Kurven und hohen Grip bietet – ganz zu schweigen von den Unwägbarkeiten des Wetters. Imola hat uns auch vor Augen geführt, wie schnell uns schon der kleinste Fehler oder der geringste Zwischenfall aus dem Rennen werfen kann, da die Abstände so gering sind. Das haben wir an der Zeitstrafe für die Nr. 36 gesehen, aber auch daran, dass die Nr. 35 zwei Plätze verloren hat, weil sie in der Boxengasse einige Sekunden lang von einem GT-Fahrzeug aufgehalten wurde. Wir gehen dieses Rennen daher stets mit Bescheidenheit und Realitätsbewusstsein an. Das Ziel ist es, weitere Fortschritte zu erzielen und noch mehr Gewissheit hinsichtlich der verschiedenen von Michelin zur Verfügung gestellten Reifen zu gewinnen. Es wird sich um einen äusserst repräsentativen Test handeln. Das Team ist gut aufgestellt und hochmotiviert für dieses Rennen, das uns helfen soll, voll und ganz in die Dynamik der 24 Stunden von Le Mans einzutauchen.»

Zeitplan (MESZ)


Donnerstag, 7. Mai
11:00–12:30 Uhr: Freies Training 1
15:40–17:10 Uhr: Freies Training 2


Freitag, 8. Mai
10:10–11:10 Uhr: Freies Training 3
15:20–15:35 Uhr: Qualifying Hypercar
15:45–15:57 Uhr: Hyperpole Hypercar


Samstag, 9. Mai
14:00–20:00 Uhr: TotalEnergies 6 Stunden von Spa-Francorchamps