18. Juni 2022

Das BWT Alpine F1 Team hat den Auftakt seiner Vorbereitungen für den Grossen Preis von Kanada heute positiv abgeschlossen. Fernando Alonso und Esteban Ocon schafften es auf dem beeindruckenden Circuit Gilles Villeneuve in Montreal beide unter die Top 10.

 

Nach drei Jahren kehrte die Formel 1 erstmals wieder nach Montreal zurück, und mit ihr fanden sich auch Fernando und Esteban auf dem Circuit Gilles Villeneuve wieder, den sie seit 2018 nicht mehr gefahren waren. Dem Team gelang es dennoch, die Autos und die Fahrer perfekt auf diese einzigartige temporäre Strecke einzustimmen, die auf einer künstlichen Insel liegt.

 

Fernando nutzte eine gute Session beim ersten freien Training und beendete dieses dank einer schnellen Runde auf Pirelli Medium Reifen (C4) auf dem dritten Platz.

 

Bei dieser ersten Session wurde Esteban von einem Fremdkörper behindert, der sich im vorderen rechten Bremssattel verfangen hatte und dazu führte, dass die betroffene Bremse überhitzte. Nachdem der Fremdkörper entfernt und die Teile repariert waren, konnte Esteban auf der Strecke Boden gut machen.

 

Bei der zweiten Session starteten beide Fahrer mit weichen Reifen (C5) und mit ihren besten Runden schafften sie es unter die Top 10. Fernando erreichte den fünften Platz und Esteban den sechsten.

 

Das ganze Wochenende in Montreal über hatte das Team ein Auge auf den Wetterbericht gerichtet, da ständig Regen drohte, und beide Fahrer des Rennstalls fuhren mit einer grossen Menge Treibstoff und neuen, harten Reifen (C3).

 

Morgen beginnt das dritte freie Training um 13:00 Uhr Ortszeit und die Qualifikation ist für 16:00 Uhr angesetzt.

 

Esteban Ocon:

 

«Ich freue mich, wieder in Montreal zu sein und nach vier Jahren Pause erneut hier zu fahren. Das Ziel des heutigen Tages lautete, die Strecke wieder besser kennenzulernen und sie erneut zu verstehen. Es ist wichtig, das Fahrzeug abzustimmen und bestmöglich für eine Strecke wie diese zu optimieren, und ich denke, wir haben die beiden Sessions gut genutzt Zu Beginn des ersten freien Trainings hatten wir etwas Pech mit der Plastiktüte, die es sich in meiner vorderen rechten Bremse bequem gemacht hat, was uns etwas Zeit gekostet hat. Aber es war dennoch ein produktiver Tag. Wir sind dem Regen heute bis auf einige wenige Minuten entkommen, aber es sieht so aus, als könnte es morgen regnen, was die Rangliste noch einmal durcheinander bringen und die Sache interessanter gestalten könnte. Soweit ich sehen konnte, kann unser Auto gut mithalten und ich hoffe, dass wir die Chancen, die sich uns bieten werden, optimal nutzen können.»

 

Fernando Alonso:

 

« Heute war erneut ein produktiver Freitag für uns. Der Wagen scheint auf dieser schwierigen Strecke recht leistungsfähig zu sein. Wir sind schon länger kein Rennen mehr in Kanada gefahren und es ist ein bisschen anders als in den vergangenen Jahren. Das Überfahren von Bodenwellen fühlt sich in diesen Autos, die sehr viel Bodenhaftung erzeugen, ganz anders an. Im Grossen und Ganzen war es heute eine gute Erfahrung. Die Wettervorhersage für morgen ist etwas durchwachsen, daher haben wir versucht, so viele Daten wie möglich für das Rennen zu sammeln.»


Pat Fry, Technical Director:

 

«Es war heute ein recht produktiver Freitag für das Team, und zwar in beiden Test-Sessions. Wie erwartet, hatte die Strecke zu Beginn etwas wenig Grip, aber sobald sich etwas Gummi auf dem Asphalt abgesetzt hatte, wurde es deutlich besser und wir konnten unsere Programme durchziehen. Leider fing sich Esteban während der Session einige Fremdkörper auf der Strecke ein, was dazu führte, dass seine Bremse vorne rechts überhitzte. Wir konnten das betroffene Bauteil reinigen, so dass er wieder auf die Strecke gehen konnte, bevor wir zwischen den beiden Sessions erneut eingreifen mussten. Fernando hatte einen ruhigeren Nachmittag. Er war von Anfang an weitestgehend mit seiner Grundeinstellung zufrieden, was sich auch auf der Rangliste bemerkbar machte. Nach seinem Missgeschick im ersten freien Training konnte Esteban sich im Lauf des Tages steigern. Unsere langen Stints schienen recht zufriedenstellend zu sein, da beide Fahrer am Ende der zweiten Session harte Reifen verwendeten. Wir werden das Wetter weiterhin genau beobachten, da hier in Montreal das ganze Wochenende über Regen erwartet wird und es durchaus sein kann, dass wir ein Qualifying auf nasser Strecke erleben werden.»