10. Juni 2022

Die beiden Fahrer konnten sich beim ersten Durchgang des Freien Trainings mit den Bedingungen vertraut machen, wobei sie es vor allem mit dem Wind zu tun bekamen, der über den 6,003 Kilometer langen Stadtparcours in Baku fegte. Nachdem sie den grössten Teil der Session auf mittleren Reifen gefahren waren, wechselten die beiden Piloten gegen Ende auf weiche. Auf den rot markierten Reifen, die auf den gezeiteten Runden mehr bringen, erzielte Fernando mit einer Runde von 1’46,571 Sekunden die fünftbeste Zeit, fünf Plätze vor Esteban und seiner Runde von 1’46,917.

 

Als sich die Temperaturen auf der Strecke langsam abkühlten, setzten die Fahrer während des zweiten Laufs ihre Tests der Medium- und Soft-Reifen von Pirelli weiter fort. Mit letzteren schaffte der Spanier in 1’44,142 den vierten Rang und gleichzeitig den schnellsten dritten Abschnitt insgesamt. Esteban, der regelmässig in den Top Ten zu finden war, endete mit einer Bestzeit von 1’44,609 auf dem neunten Platz. Bei ihm wurde auch im dritten Abschnitt die schnellste Spitzengeschwindigkeit gemessen.

 

Esteban Ocon:

 

«Dieser Tag war im Grossen und Ganzen für uns in Ordnung. Baku ist so ein Ort, wo man wirklich das Beste aus den Freien Trainings machen muss, indem man so viele Runden wie möglich absolviert. Wie auch in Monaco kommt es hier auf das Selbstvertrauen an. Man muss unbedingt die richtigen Bremspunkte erwischen, denn da lässt sich viel herausholen. Das Auto scheint sehr wettbewerbsfähig zu sein – schön, das zu sehen. Jetzt liegt es an uns, morgen alles gut hinzubekommen

 

Fernando Alonso:

 

«Unter den windigen und schnellen Streckenbedingungen ist es hier oft etwas heikel. Aber ich glaube, dass wir einen ordentlichen Freitag hatten, an dem wir einige unserer neuen Elemente testen konnten. Wir müssen morgen vor dem Qualifying noch einiges im Bereich der Abstimmung optimieren. Nichtsdestotrotz haben wir heute einen schnellen Eindruck gemacht und wir werden diese Nacht weiterarbeiten, um sicherzustellen, dass wir dieses Tempo morgen durchgehend halten können. Auf der Geraden sind wir sehr leistungsfähig. Auf diesem Streckentyp muss man oft Kompromisse machen, aber wir werden sehen, wie wir uns morgen schlagen.»

 

Alan Permane, Sportdirektor:

 

«Wir sind über diesen Tag sehr zufrieden. Wir haben für Baku einige Weiterentwicklungen mitgebracht und alles scheint gut zu funktionieren. Die Fahrer sind einigermassen zufrieden mit ihren Autos, auch wenn es natürlich noch einige Verbesserungsmöglichkeiten zu erkunden gibt. Die beiden Durchgänge sind nach Plan verlaufen, alles ist glattgegangen. Wir haben an den Reifen gearbeitet und verstanden, wo wir sein sollten, egal, wie viel Kraftstoff im Tank ist. Der Wind spielt hier sicherlich eine Rolle, die Windböen überraschen selbst die Fahrer, wie wir es mehrfach gesehen haben. Vor allem in den beiden letzten Kurven, die bei Rückenwind sehr schwierig zu fahren sind. Es war ein aufschlussreicher Tag und wir freuen uns darauf, morgen in die Qualifyings zu gehen.»