Nur drei Wochen nach dem Auftakt in Austin überqueren die FIA WEC und das Alpine Endurance Team den Pazifischen Ozean und nehmen Kurs auf den Fernen Osten, um den asiatischen Endspurt einzuleiten, der in Japan eröffnet wird, bevor es zum grossen Finale in Bahrain kommt.

 

 

Das vorletzte Rennen der Saison findet auf dem Fuji Speedway statt und fällt mit dem hundertsten Rennen in der zeitgenössischen Geschichte der Meisterschaft zusammen. Diese Motorsporthochburg liegt etwa 100 km von Tokio entfernt und ist eine untypische Rennstrecke mit einer Länge von 4563 Metern. Der Rundkurs zeichnet sich durch eine 1,5 km lange Gerade, schnelle Kurven und einen besonders kurvenreichen dritten und letzten Sektor aus.

 

 

Alpine hat eine lange Geschichte auf dieser Strecke. Bereits 1978 glänzte die Marke mit dem pfeilförmigen A hier mit dem Sieg der A441 von Masahiro Hasemi und Kazuyoshi Hoshino bei den 500 Kilometern von Fuji. Die Franzosen standen dann zwischen 2015 und 2018 jedes Jahr auf dem Podium ihrer Kategorie, bevor sie 2022 und 2024 jeweils den dritten Platz in der Gesamtwertung erreichten. Vor zwölf Monaten erzielte die A424 auf dieser Strecke ihr erstes Podium mit Nicolas Lapierre, Mick Schumacher und Matthieu Vaxiviere. Das Schwesterauto, das von Charles Milesi, Ferdinand Habsburg und Jules Gounon gefahren wurde, hatte sich ebenfalls mit der schnellsten Rennrunde hervorgetan.

 

 

Trotz dieser Erfolge wird das Team mit Demut an die Aufgabe herangehen, während es sich bemüht, die schöne Dynamik der ersten Saisonhälfte wiederzufinden. Nach einem komplizierten Start in Texas wird das Alpine Endurance Team versuchen, alle Feinheiten einer Strecke zu meistern, die ein gutes Gleichgewicht zwischen aerodynamischer Feinheit und effizienter Traktion erfordert. Die Arbeit der Ingenieure, Mechaniker und Strategen wird ebenfalls entscheidend sein, um den Verkehr, den Reifenverschleiss und das Wetter auszutricksen, das genauso tückisch und unsicher wie in Austin vorhergesagt wird.

 

 

Mick Schumacher, Frédéric Makowiecki und Jules Gounon (Nr. 36) sowie Charles Milesi, Ferdinand Habsburg und Paul-Loup Chatin (Nr. 35) werden ihre Erfahrung einbringen, um in einem Land zu glänzen, in dem eine lebendige und dynamische Gemeinschaft rund um die von Jean Rédélé gegründete Marke lebt. In der vergangenen Woche nutzten beide Teams die kurze Pause, um ihre Streckenkenntnisse im Simulator zu verbessern, bevor sie auf den Archipel flogen.

 

 

Nach ihrer Ankunft am Montag am Fusse des Berges Fuji werden sich die Franzosen darauf konzentrieren, die A424 zu überholen und ihre Vorbereitungen für die ersten Testfahrten am Freitag zu verfeinern. Die Arbeit wird am Samstag fortgesetzt, bevor am Nachmittag das Qualifying stattfindet. Der Start des Rennens erfolgt um 11.00 Uhr Ortszeit, d. h. um 4.00 Uhr in der Schweiz.

 

 

Um die 6 Stunden von Fuji zu verfolgen, besuchen Sie www.fiawec.com.

 

 

Philippe Sinault, Teamchef des Alpine Endurance Teams
«Fuji ist einer der ikonischen Termine im Kalender, mit dem Berg Fuji als Kulisse. Es ist immer ein Vergnügen, auf diese Strecke zu kommen, auf der wir schon viele schöne Momente erlebt haben, insbesondere unser erstes Podium mit der A424 im letzten Jahr. Wir empfinden in Japan eine besondere Inbrunst und eine tiefe Verbundenheit mit der Marke Alpine, die für uns so etwas wie ein zweites Zuhause ist. Die Strecke ist sehr anspruchsvoll, mit einer der längsten Geraden der Saison, gefolgt von einem Abschnitt, der den Schwerpunkt auf aerodynamischen Abtrieb legt, und einem letzten, sehr kurvenreichen Sektor, in dem mechanischer Grip und Traktion entscheidend sind. Auch das Wetter wird, wie so oft hier, ein entscheidender Faktor sein. Nach Austin ist es das Ziel, alle möglichen Lehren zu ziehen, umso mehr unter Bedingungen, die wieder einmal tückisch sein könnten. Wir gehen mit Demut in dieses Rennen, aber auch mit dem Wunsch, ein sauberes Rennen zu fahren und ein Leistungsniveau zu zeigen, das unserem Potenzial besser entspricht.»

 

 

Zeitplan (MESZ)


Freitag, 26. September
3.15–4.45 Uhr: Freies Training 1
7.30–9.00 Uhr: Freies Training 2


Samstag, 27. September
2.50–3.50 Uhr: Freies Training 3
8.00–8.12 Uhr: Qualifying Hypercar
8.20-8.30: Hyperpole Hypercar


Sonntag, 28. September
4.00-10.00: 6 Stunden von Fuji